Die Vermittlungsstelle für ehrenamtliches Engagement feierte Geburtstag
Über 1700 mal hat das Freiwilligenzentrum (FWZ) in Krefeld in den vergangenen zehn Jahren eine ehrenamtliche Tätigkeit vermitteln können. Eine beachtliche Quote, steht doch hinter jeder Zahl ein freiwilliges Engagement, das ohne das FWZ wahrscheinlich nicht zum Einsatz gekommen wäre. Das zehnjährige Bestehen feierte das FWZ jetzt mit einem kleinen Fest in der Volkshochschule.
Noch vor zwei Jahren stand das Freiwilligenzentrum (FWZ) am Westwall aus finanziellen Gründen kurz vor dem Aus. Quasi in letzter Minute beschloss der Stadtrat einen Förderzuschuss in Höhe von 60.000 Euro im Jahr. Mit weiteren Finanzmitteln von SKM und Caritas konnte und kann die wertvolle Arbeit fortgesetzt werden. Umso größer ist jetzt die Freude bei Trägern und Mitarbeitern über das zehnjährige Bestehen der Vermittlungszentrale für ehrenamtliches Engagement. Zum Auftakt des Festes gratulierte Beigeordneter Gregor Micus in Vertretung für Oberbürgermeister Gregor Kathstede der Einrichtung zum zehnjährigen Bestehen und stellte ihre Bedeutung für Krefeld heraus.
Ziel des FWZ ist es, Ansprechpartner zu sein für Menschen, die sich in Krefeld ehrenamtlich engagieren möchten. Das FWZ wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Bereichen „Information über das Ehrenamt“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Beratung“ und „Vermittlung“ betrieben. Im Büro am Westwall 97 sorgt die hauptamtliche Mitarbeiterin Lucyna Korzonek als Verwaltungskraft für die Organisation der Freiwilligenbörse. Nutznießer der Vermittlungsarbeit sind ca. 200 gemeinnützige Organisationen aus Kirche, Kultur, Sport, Umwelt, Integration, Soziales und viele mehr – und damit die Bürger in Krefeld.
Als Vertreter der Trägergemeinschaft von SKM und Caritas erinnerte Caritas-Geschäftsführer Hans-Georg Liegener an seine Eröffnungsworte vor zehn Jahren: „Wir sind gemeinsam davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft gerade für die Verwirklichung der Ziele und Anliegen, die uns Wohlfahrtsverbänden am Herzen liegen, eine lebendige, demokratische Bürger- und Bürgerinnengesellschaft sein muss. Demokratische Bürgergesellschaft lebt davon und drückt sich darin aus, dass in ihr im Idealfall alle Menschen mit ihren Fähigkeiten und ihren Betätigungs- und Mitgestaltungswünschen Platz finden. Das ist der tiefere Grund, warum uns ein solches Zentrum für Krefeld wichtig ist.“
Seit Gründung des FWZ in 2002 hat das FWZ rund 2150-mal Personen hinsichtlich einer freiwilligen Tätigkeit beraten und konnte rund 1700-mal in ehrenamtliche Tätigkeit bei Institutionen vermitteln. Es gab 2220 Erstkontakte. Im Jahr 2010 zog sich die Diakonie ganz aus der Trägerschaft zurück und auch die Caritas musste ihren Zuschuss reduzieren. Mit dem jährlichen Zuschuss der Stadt ist das FWZ jetzt für die nächsten Jahre gesichert.
So kann zum Beispiel das „Zooprojekt“ weiterlaufen, das seit über vier Jahren von Mitarbeitern des FWZ betreut wird. Dabei begleiten Hauptschülerinnen und -schüler auf freiwilliger Basis gehbehinderte Senioren aus Krefelder Altenheimen bei einem Zoobesuch. Neben dem „Rollstuhlschieben“ vermitteln die Teenager den Senioren Informationen zu den Tieren. Dieses Projekt hat gerade den „Walbusch“-Förderpreis 2011 gewonnen. Die Schüler präsentierten ihr Projekt gerne beim Geburtstagsfest des FWZ. Bei einem Imbiss gab es im Foyer der VHS anschließend ausreichend Zeit für Begegnung und Gespräche. Auf Infotafeln wurden außerdem einige weitere Tätigkeitsfelder der vergangenen zehn Jahre dargestellt.
Beispielhaft stellen sich anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Freiwilligenzentrums einige Institutionen im Rahmen eines „Markt der Möglichkeiten“ im Foyer der Volkshochschule vor. Dort herrschte den ganzen Tag reger Betrieb.
Ständig sucht das FWZ weitere freiwillige Mitarbeiter für unterschiedlichste Aufgaben. Die Mitarbeiter des Büros am Westwall beraten gerne Interessenten ganz unverbindlich nach Terminvereinbarung unter der Rufnummer 02151 / 56 61 00.











