Die Präventionskampagne "Weniger ist besser!" lädt dazu ein, den eigenen Umgang mit Alkohol zu reflektieren und neue Perspektiven kennenzulernen. Dazu gibt es eine Torwandaktion in der City, Lesungen, Fachinformationen und einen Blick hinter die Kulissen der verschiedenen Einrichtungen der Alkohol- und Drogenhilfe der Caritas.
Die Alkohol- und Drogenhilfe der Caritas ist die zentrale Anlaufstelle in Krefeld rund um das Thema Sucht und Abhängigkeit für Betroffene, Angehörige und alle Interessierten. Im Rahmen der Aktionswoche macht sie auf ihre vielfältigen, häufig kostenfreien Informations-, Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote aufmerksam und lädt zum persönlichen Austausch ein.
Freuen sich auf die vielen Angebote bei der Aktionswoche Alkohol in Krefeld (von links): Gerd Hardekopf (Selbsthilfegruppe "Frohe Insel"), Camille Dreßen (Fachstelle für Suchtvorbeugung), Sebastian Dückers (Sachbereichsleiter Alkohol- und Drogenhilfe), Cordula Pohl-Gerhard (Leiterin der Fachstelle für Suchtvorbeugung) und Caritas-Vorstand Delk Bagusat.
Den Auftakt macht die Aktion der Fachstelle für Suchtvorbeugung am Samstag,13. Juni 2026, von 11 bis 16 Uhr in der City auf dem Evangelischen Kirchplatz in Richtung Schwanenmarkt in Krefeld. Passend zur Fußball-WM lädt sie zum Torwandschießen mit "Rauschbrille" ein. Passanten werden dazu ermuntert, eine sogenannte Rauschbrille aufzusetzen und mit einem Softball auf die Torwand zu schießen. Eine Rauschbrille simuliert mit speziell gestalteten Gläsern die Beeinträchtigung unter dem Konsum von Alkohol. Mit der Rauschbrille ist es wesentlich schwieriger, die Torwand exakt zu treffen. So kann die Aktion für die Teilnehmenden die Auswirkungen von Alkohol verdeutlichen. Ergänzend stehen am Infostand Mitarbeitende der Fachstelle für Gespräche und Informationen rund um die Themen Alkohol- und Substanzmissbrauch, gesunde Alternativen sowie die Angebote der Alkohol- und Drogenhilfe zur Verfügung (An der Alten Kirche 1, Evangelischer Kirchplatz, 47798 Krefeld).
Am 16. Juni lädt das Drogenhilfezentrum (DHZ) im Rahmen der Aktionswoche Alkohol um 18:30 Uhr zu einer Führung ein. Interessierte erhalten im Rahmen einer etwa 30-minütigen Führung Einblicke in eine ansonsten nicht öffentlich zugängliche Einrichtung. Die Mitarbeitenden berichten über die Lebenswelt suchtkranker Menschen sowie über die Hilfsangebote des DHZ. Im Anschluss besteht bei kleinen Snacks und Getränken die Möglichkeit zum Austausch (Drogenhilfezentrum, Schwertstraße 80, 47799 Krefeld).

Die Selbsthilfegruppe "Frohe Insel" bietet am 17. Juni von 13:30 bis 17:00 Uhr in den Räumen des Ambulant betreuten Wohnens der Caritas Lesungen zum Thema "Sucht" an. Die verschiedenen Texte spiegeln die Sicht und die Lebenslagen Betroffener und deren Angehörigen wider. Zugleich soll die Veranstaltung Mut machen, denn es gibt Wege aus der Sucht und Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben. Fachliche Unterstützung erhalten die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen durch Fachkräfte der Beratungsstelle für Alkohol- und Drogenfragen. Nach der Lesung lädt die "Frohe Insel" zu einem gemütlichen Austausch bei Snacks und Getränken ein (Ambulant Betreutes Wohnen, Westwall 67, 47798 Krefeld).
Was verbirgt sich hinter dem Angebot "SKOLL" (Selbstkontrolltraining)? Was mache ich, wenn mein:e Partner:in oder mein Kind zu viel konsumiert? Und wie kann ich selbst Hilfe finden? Für diese und viele andere Fragen stehen die Mitarbeitenden der Beratungsstelle für Alkohol- und Drogenfragen zur Verfügung. Am 19. Juni öffnet die Beratungsstelle an der Südstraße von 11 bis 15 Uhr ihre Türen. In verschiedenen Themenräumen können sich Bürger:innen über die Angebote der Beratungsstelle informieren und erhalten Informationen zu verschiedenen Suchtmitteln (Drogen) (Südstraße 43, 47798 Krefeld).
Zum Abschluss der Aktionswoche besteht am 21. Juni von 9 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr die Möglichkeit, die Notschlafstelle anzusehen. Auch diese Einrichtung ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Dieser "Tag der offenen Tür" ermöglicht einen seltenen Einblick in die Lebenswelt wohnungsloser, suchtkranker Menschen und zeigt, welche Unterstützungsangebote es gibt. Mitarbeitende der Notschlafstelle stehen während der gesamten Öffnungszeit gerne für Fragen und Gespräche zur Verfügung (Melanchthonstraße 68, 47805 Krefeld).
