
Das Stück entstand in Kooperation mit der Polizei Krefeld, der Aidshilfe Krefeld, Schlau Krefeld und der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Caritas Krefeld. Viele Monate hatten fünf Krefelder Jugendliche des Stadtjugendtheaters Plus unter der Leitung von Anna Braas bereits für das Stück "Love stoned" in der Fabrik Heeder geprobt, da kam kurz vor der Uraufführung im März der Lockdown. Doch die Theatermacher des KRESCH-Theaters gaben nicht auf und verwandelten das Stück in einen Film. Dieser zeigt eindrucksvoll und intensiv, wie bei Clara, Lucy, Mo, Isa und Luke, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, die bisherigen Strukturen durcheinander geraten: Die selbstbewusste Isa, der schüchterne Mo und die lebensfrohe Clara sind beste Freunde, bis eines Tages Clara in der stillen Lucy ihre erste große Liebe findet. Aber Lucy will immer high sein und eigentlich ist Mo heimlich in Clara verliebt. Isa will die Schule schmeißen und küsst Musiker Luke - eigentlich nur um dem Stress zuhause mit ihrer Mutter und ihrem neuen Freund zu entfliehen. Ein perfektes Durcheinander.
Das Stück entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Krefeld, der Aidshilfe Krefeld, Schlau Krefeld und der Fachstelle Suchtvorbeugung der Caritas in Krefeld. In dem Film (Dauer rund 45 Minuten) konnten einige Bühnenszenen verwendet werden, vieles musste neu einstudiert und unter Corona-Bedingungen mit Abstand aufgenommen werden. Einiges wird als Videokonferenz erzählt. "Love stoned" stellt Fragen zum Erwachsenwerden. Was ist wirklich wichtig: Freundschaft, Sexualität, Rausch, Schule, Liebe, Familie? Die Umwandlung vom Stück in den Film war sicher eine große Herausforderung für die Spielerinnen und Spieler, die sie sehr gut gemeistert haben.

Wenn der Film endet, geht es im realen Leben weiter: Denn ein fester Bestandteil einer jeden Vorführung ist ein Nachgespräch über den Inhalt und sich daraus ergebene Fragen sowie Gedanken. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich dabei mit den Schauspielern und Vertretern der Polizei Krefeld, der Suchtvorbeugung der Caritas, "Schlau Krefeld" und der AIDS-Hilfe austauschen. "Es ist faszinierend, wie durch jugendliche Darsteller über das Medi-um Theater wichtige Themen der Suchtvorbeugung greifbar werden, über die ein Dialog sonst erfahrungsgemäß nicht so leicht zu initiieren ist", findet Sebastian Dückers, Fachstelle Suchtvorbeugung der Caritas Krefeld. An jeder Filmvorführung nehmen einige der Schauspieler und Vertreter der Kooperationspartner teil.
Die Caritas-Gemeinschaftsstiftung Krefeld förderte das Projekt mit 1500 €.
Der Film "Love Stoned - ein Videostream" mit Nachgespräch für Schulen im Theater, in der Schule sowie kontaktlos steht ab sofort zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es per E-Mail an kresch@krefeld.de und unter Telefon 0 21 51 / 86 26 26 sowie unter www.kresch.de.